24 Dream Massagen in Dortmund Dream Massagen in Dortmund Derne

NRW will neue Bordell-Regeln

Was Prostitutierte dazu sagen

Bild zum Beitrag: NRW will neue Bordell-Regeln

KÖLN/DÜSSELDORF – 
In NRW arbeiten bis zu 45.000 Prostituierte – in Bordellen, Clubs oder auf dem Straßenstrich. Die rot-grüne Landesregierung will die vielfach menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen der Sexarbeiterinnen verbessern – am Mittwoch hat Gesundheitsministerin Barbara Steffens (52, Grüne) Forderungen für ein neues Prostitutionsschutzgesetz vorgestellt.

Worum geht es? Und was halten die Betroffenen von den Plänen?

Jasmin ist 25 Jahre alt. Seit drei Jahren arbeitet die junge Frau im Kölner Großbordell „Pascha“, dem größten „Laufhaus“ Europas. Über Politik spricht sie selten. Es sei denn, sie ist selbst betroffen. Wie jetzt.

In Düsseldorf hat die Landesregierung neue Vorschläge für künftige Spielregeln im Sex-Gewerbe vorgelegt. Vier Jahre lang hat sich ein „Runder Tisch Prostitution“ mit dem Thema befasst. Die Ergebnisse sollen in ein neues Gesetz einfließen, das der Bund derzeit plant.

Eine zentrale Forderung lautet: Künftig sollen Betreiber von Bordellen nachweisen, dass sie nicht wegen sexueller Gewalt vorbestraft sind. Außerdem sollen nur noch Betriebe zugelassen werden, die hohe Standards bei Hygiene und Arbeitsbedingungen erfüllen. „Das war längst überfällig“, findet Jasmin.

Eine Kondompflicht für Freier lehnt die NRW-Gesundheitsministerin ab. Eine solche Vorschrift könne man nicht überprüfen, heißt es. Jasmin hat dafür kein Verständnis: „Von zehn Männern wollen acht Sex ohne Kondom. Ein Verbot von ungeschütztem Verkehr würde die Diskussion beenden.“

Die Landesregierung spricht sich auch dagegen aus, das Mindestalter für Prostituierte auf 21 Jahre anzuheben. Begründung: Dies sei mit der Verfassung nicht zu vereinbaren. Nadine findet das gut: „Ich unterstütze wie viele Frauen aus dem Osten meine Familie von dem Geld. Es wäre für uns ein Problem, wenn wir erst mit 21 in den Job dürften.“

Pascha-Chef Armin Lobscheid (54) lobt die Vorschläge aus NRW: „Ich saß selbst am Runden Tisch mit den Fachleuten. Man hat sich sehr sachlich und differenziert mit der Thematik befasst“.
Freier von Zwangsprostituierten sollen nicht bestraft werden. Das Land hofft vielmehr darauf, dass die Sex-Kunden Hinweise auf Menschenhandel geben.

Quelle: Express.de